Marianne Frielingsdorf

Pflanzenexpertin & Museumspädagogin

Pflanzenexpertin & Museumspädagogin

Das sagt Marianne über sich...

Seit nun fast 40 Jahren gebe ich meine Freude an der Natur und mein Wissen über die Pflanzen in Botanischen Führungen weiter.  Im Freilichtmuseum Lindlar bin ich seit über drei Jahrzehnten als Museums- und Naturpädagogin tätig um dort das Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge zu vermitteln. 

Seit über 20 Jahren bewahre ich, zusammen mit anderen Gärtnerinnen, in dem Arbeitskreis Bergische Gartenarche Samen alter Gemüseschätze unserer Region und gebe Saatgut an Interessierte weiter.

Ein Traum war seit meiner Kindheit ein Herbarium anzulegen. Doch die Fülle der Pflanzen überforderte mich immer wieder, da sie schnell zerbröselten. So fing ich frühzeitig an Pflanzenportraits von meinen Lieblingen zu malen und über die Jahre füllten sich viele, dicke Ordner.

Altes Handwerk fasziniert mich: die Weide aus meinem Garten wird zum Korb, der Ast zum Löffel oder zu Knöpfen. Wolle wird gewaschen, gesponnen, mit Pflanzen gefärbt und verstrickt. Ich kenne viele alte Handwerkstechnicken.

Ich bin Mitautorin zweier Bücher und habe viele Zeitungsartikel über Pflanzen geschrieben.

Foto: Kathrin Sielker

Steckbrief

NAME

Marianne Frielingsdorf

Pflanzenfamilie

Bin in dem kleinen Ort Klause bei Lindlar mitten im Bergischen Land geboren. Meine Wiege stand unter einer dicken Birke.

Ich könnte aus der geselligen Familie der Korbblütler stammen und mag vor allem Margeriten. Bin eine unter vielen, strecke aber den Kopf weit empor, um die Sonne einzufangen und ein Strahlen in die Welt zu schicken.

VORKOMMEN
Wohnort

Seit 50 Jahren habe ich mein Zuhause mitten im Ort Lindlar gefunden, nur 3 Kilometer vom meinem Geburtsort entfern, im Bergisches Land.

Habe einen eigenen Garten mit Hühnern und Katzen und betreue 2 Gärten im Freilichtmuseum Lindlar.

Kochen, schlafen, feiern – das Leben im Garten oder in der Natur bevorzuge ich.

STANDORT

Wiesen, Wälder, Äcker, meine Gärten geben mir ein Stück Geborgenheit, aus der ich Kraft schöpfe. Das Murmeln einer Quelle, das Rauschen der Bäumen, Sonne auf meiner Haut, Vogelgezwitscher, der Duft von Blumen und Kräutern, Gras unter meinen Füßen, Ruhe und Grün

Bin standorttreu und kann nicht von zuhause weg, weil ich etwas in meiner Naturumgebung verpassen könnte.  Trotzdem liebe ich Aufenthalte in der Normandie heiß und innig, freue mich aber riesig wenn es wieder nach Hause geht. Heimweh hat mich schon immer begleitet. Ohne den Wechsel der Jahreszeiten wäre mein Leben nur halb so interessant.

BOTANIK
Wurzeln, Stängel, Blattwerk, Blüte, Früchte

{Woraus schöpfst Du Kraft?

Aus der Natur und den Gärten aber auch durch Kursteilnehmer/innen die mich durch ein Lachen und Anerkennung glücklich machen.

Meine große Naturverbundenheit lässt mich atmen, die Liebe zur Heimat aufblühen, altes Handwerk und Wissen kräftigen mich, dabei kommt der Humor niemals zu kurz.

{ Woran bist Du gewachsen?

Immer wieder Neues zu machen, neue Ideen zu entwickeln, gefordert zu sein um andere mitzureißen.

{Wo und wie hast du Dich entfalten können?

Durch die Arbeit nicht nur mit Kindern. Ihnen die Natur und damit die Pflanzen näher zu bringen. Immer wieder Neues auszuprobieren um es zu vermitteln. Dabei wurde ich oft unterstützt um altes Handwerk zu erlernen. Mein Erfolg zeigte mir den Weg.

{Was sind Highlights Deines täglichen Lebens?

Da gibt es so viele. Zum Beispiel: Das Blühen und Wachsen um mich herum, Sonne auf meinem Bett im Garten, nachts die Sterne über mir. Ein Strahlen auf die Gesichter der anderen zu zaubern. Ein altes Korn wieder keimen zu sehen.

{Was sind Früchte Deines bisherigen Schaffens?

Ein erfülltes Leben, Schränke voller Saatgut, Gärten voller verschiedener Pflanzen, summende, sprießende Gärten um mich herum; Teilnehmer die hoch beglückt mit neuem Wissen und mit Pflanzen beschenkt nach Hause gehen.

Bisher durfte ich bei 2 Büchern mitwirken und habe immer wieder Zeitungsartikel zum Thema Pflanzen geschrieben.

INHALTSSTOFFE

Sprudeln vor Übermut, Leidenschaft für Pflanzen und deren Verwendung, Altes Saatgut gewinnen, Neugierde, Achtsamkeit, Begeisterungsfunken ausstreuen, Humor und Lachen, vor allen Dingen authentisch sein.

WIRKWEISE

Freude verbreiten beim Vermitteln der Natur, Althergebrachtes nicht vergessen, ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher zaubern, achtsam mit der Natur umgehen

TYPISCH

Samen voller Kraft und Energie an gleichgesinnte Menschen weiter geben, denen es nicht gleichgültig ist was aus unserer Erde wird.

Ein Keim geht immer auf und trägt irgendwann einmal Früchte

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