Rauhnächte Special
Die erste Rauhnacht zu

An jedem der nun folgenden Tage erhältst du einen spannenden Impuls. Erinnerst du dich noch an die Maus “Frederick”, die so viele Sonnenstrahlen vor dem Winter sammelte, dass sie in der dunklen Zeit im Vergleich zu ihren emsig Nüsse sammelnden Kameraden am besten über die Runden kam?

So wie im Kinderbuch sammelst du nun mit jeder Folge ein wenig Licht für dich. Melanie nimmt dich mit auf eine abenteuerliche Reise in eine Innenwelt, in die nur du Zutritt hast.

Das Niemandsland zwischen den Jahren

Die so besondere Zeit der Rauhnächte, das Niemandsland zwischen den Jahren, hat die Menschen rund um den Globus und in vielen Quellen belegt zu zahlreichen Deutungen inspiriert. Sie klingen wild, fremd, romantisch. Ob man Wotan oder Frau Holle zitieren muss, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass es eine besondere Zeit auf der ganzen Welt ist.

Eine Zeit voller Orakel und Magie, aber auch der Gefahr, des Übertritts, des Fastens und des Gebets. Wir möchten dir die zahlreichen, poetischen, manchmal recht schräg klingenden Legenden und Herleitungen nicht nehmen, laden dich aber in erster Linie zum Entdecken der eigenen Innigkeit ein.

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🌱 Literaturtipp:
Thomas Macho: Das zeremonielle Tier. Rituale – Feste – Zeiten zwischen den Zeiten. Styria-Pichler, Wien/ Graz/ Köln 2004.

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TRANSKRIPT

Die Wortherkunft “Rauhnacht”


Die Wortherkunft “Rauhnacht” ist umstritten. Kommt sie aus der Kürschnerei, also der Fellverarbeitung? Rauch/Rauhware kommt von “rûch”, was ‚haarig‘ meint. So wie fellige Dämonen, die Perchten, die da draußen in Felle gehüllt ihr Unwesen treiben. 

Die Wilde Jagd macht sich auf, Zauberkundige machen die Runde und Tiere fangen an zu sprechen …Oder kommt es von Räuchern, was definitiv zu der Zeit auf der Tages- und Nachtordnung stand. Da sind sich fast alle Gelehrten einig. Wir lösen das an dieser Stelle nicht. Schriftliche Belege stammen allesamt aus christlicher Zeit.

Wir möchten dir die Rauhnächte nahebringen, ohne auf die zahlreichen Deutungen des “Woher” näher einzugehen. Die Interpretation dieser herausgehobenen Zeit faszinierte und fasziniert Kulturwissenschaftler*innen, spirituelle Menschen oder Naturfans.

Wahr oder nicht wahr?

Nicht immer sind die Aussagen nach unserer Auffassung “korrekt”, allzu häufig werden etwa Quellen wie das “Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens” zitiert, das zwischen 1927 und 1942 herausgegeben wurde, einer Zeit, die auch eher Unbedarfte mit ideologischen Vorzeichen in Verbindung bringen dürften. 

Dieses Nachschlagewerk, das dem heutigen europäischen Ethnologen gestrenge Stirnfalten ins Gesicht malt, schlägt, wo es nur geht, romantische Brücken zum als heile Welt stilisierten Heidentum der vorchristlichen Zeit. 

Das HDA labt sich an behaupteten magischen Praktiken und abergläubischen Vorstellungen, ohne sie genau belegen zu können oder gar zu hinterfragen. Bis heute greifen hingegen Medien und auch Kräuterkundige gern auf dieses umfassende Werk zurück und behaupten Wahrheiten, wo keine sind.

Warum also feiern wir nun an dieser Stelle die Rauhnächte

Heute fragen Wissenschaftler*innen bei der Erforschung von Bräuchen und Ritualen ganz genau nach Ausübenden, nach der Ausgestaltung, nach Veränderungen im Lauf der Zeit, nach Machtstrukturen, nach Brüchen und Verwerfungen. Und vor allem: nach den Funktionen, die das Ganze hat.

Warum also feiern wir nun an dieser Stelle die Rauhnächte? Individuelle Interpretationen sind es, die uns dieses Ritual heute zu einem bunten Panorama aufblättern. Es gibt keine festen und formalisierten Strukturen, außer der festgelegten Zeit, in der sie stattfinden. 

Elemente wie Räuchern und Erinnern, Wünschen und Hoffen, Kerzen anzünden und beschriebenes Papier ins Feuer werfen sind recht verbreitet, wenn man sich durch die “To-Do Beschreibungen” im Internet wühlt. Aber was genau solche Zeremonien mit dir machen, das ist und bleibt dein Geheimnis.

Hier noch Melanies Inspiration für die 1. Nacht:

Notiere, was du erlebt hast:
– Was war richtig toll in diesem Jahr?
– Welche Erlebnisse waren besonders lehrreich für mich?
– Was habe ich in diesem Jahr so richtig richtig gut gemacht?
– Welche Geschenke oder Menschen hat 2020 für mich bereitgehalten?

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Disclaimer

Aus rechtlichen Gründen darf ich darauf hinweisen, dass ich weder Ärztin noch Heilpraktikerin bin. Alle Information auf dem Blog sind eigene Erfahrungen bzw. gut recherchiert. Der Besuch dieser Seite ersetzt auch nicht den Besuch bei einem Arzt oder Therapeuten. Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der Information und stellen in keiner Weise ein Heilversprechen dar.

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