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Kräutersteckbrief Waldmeister

Wildkräuter Steckbrief Waldmeister

NAME UND BEDEUTUNG

  • Familie : Rötegewächse – Rubiaceae
  • Gattung : Labkrautgewächse
  • Art: Waldmeister / Galium odorathum
  • Volksname : Gliedkraut, Herzfreund, Leberkraut, Maiblume, Waldtee, Waldmännchen
  • Arzneilich verwendete Pflanzenteile : Das blühende Kraut / Asperulae herba
  • Essbare Pflanzenteile : Blüten und junge Blätter

SAMMELZEITPUNKT

  • April – Juni
  • vor der Blütezeit
  • bei zunehmenden Mond
  • handbreit über Boden abschneiden
  • Standort: Wiesen, Weg- und Feldränder, Äcker, Pionierpflanze

ERKENNUNGSMERKMALE

  • Wuchs: Waldmeister ist eine wuchernde Pflanze und wird etwas Fußhoch
  • Wurzel: Die Pflanze besitzt einen kriechenden, dünnen Wurzelstock (Rhizom)
  • Stengel – aufrecht, glatt und vierkantig
  • Blätter – ranzrandig und nicht behaart. Die mittlere verlaufende Blattnarbe auf der Blatthinterseite ist leicht rau
  • Blattrand: ein wenig rau, fast stachelig
  • Blattanordnung: zwischen 6-8 Blätter sind an einem Blattknoten, in Quirle angeordnet
  • Blüten – die Blüten haben 4 Blütenblätter und stehen in einer endständigen, verzweigten, lockeren Trugdolde zusammen
  • Blütenfarbe: weiß
  • Sonstiges – Waldmeister entfaltet seinen unverkennbar süßliche Geruch (das Cumarin) der Blätter erst beim anwelken

VERWECHSLUNGSGEFAHR

  • er kann vor der Blüte mit anderen Labkräutern wie dem Klettenlabkraut oder dem Wiesenlabkraut verwechselt werden
  • Diese sind jedoch ebenfalls essbar
  • Unterscheidungsmerkmale: Der Waldmeister hat größere Blätter als die o.g. Labkräuter. Zudem besitzen sie nicht den unverwechselbaren Duft des Waldmeisters

INHALTSSTOFFE

  • Cumarin
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • ätherisches Öl
  • Vitamin C

WIRKWEISE

  • beruhigend
  • blutreinigend
  • krampflösend
  • appetitanregend
  • herzstärkend
  • schweißtreibend

ANWENDUNGSBEREICHE

  • Kopfschmerzen
  • bei nervösen Schlafbeschwerden
  • bei Unruhe und Nervenschmerzen
  • als Wundheilmittel bei schlecht heilenden Wunden
  • bei Menstruationsbeschwerden

ESSBARE PFLANZENTEILE

Waldmeister kann Dank seines herrlichen Aromas vielfach in der Küche verwendet werden.
  • der Klassiker ist wohl die Maibowle. Dazu nimmst Du eine handvoll angewelkten Waldmeister und hängst ihn für ca. 1/2 Stunde in einen Liter Weißwein ziehen. Anschließend eine Flasche Sekt hinzufügen und ggf. ein wenig nachsüßen. Fertig!
  • Als Beigabe zu Kräutersalzen
  • Waldmeisterlikör
  • Als Teeaufguss

NEBENWIRKUNGEN / WECHSELWIRKUNG

  • Waldmeister enthält Cumarin-Glykosid und kann somit in großer Menge zu Kopfschmerzen, Benommenheit und sogar Schwindel führen.
  • Das enthaltene Cumarin vermindert die Blutgerinnung, Blut fließt also besser durch die Adern. Allerdings wird dadurch auch die Wundschließung negativ beeinträchtigt.
  • Waldmeister nicht dauerhaft und über einen längeren Zeitraum konsumieren.
  • Nicht geeignet für Schwangere.
Disclaimer: Der Besuch dieser Seite ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Bevor Du Dich selbst mit Kräutern behandeln möchtest, solltest Du unbedingt vorher einen Arzt oder Apotheker nach Neben- und Wechselwirkungen befragen. Da die im Blog vorgestellten Rezepte mit natürlichen Produkten hergestellt werden, deren Inhaltsstoffe variieren, können die Ergebnisse trotz gleichem Rezept unterschiedlich ausfallen.

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