Altes Wissen und Rituale

Die zweite Rauhnacht steht unter dem Zeichen der Dankbarkeit

Die 2. Rauhnacht steht unter dem Zeichen der Dankbarkeit

Dankbarkeit – Wofür bist du dankbar in deinem Leben?

Die zweite Rauhnacht beginnt heute um Mitternacht. Der zweite Weihnachtstag, an dem die Familie oft noch einmal zusammen kommt. Ich hoffe sehr, dass du bisher ein wunderschönes Weihnachtsfest verbracht hast. Und vor allem, dass du eine entspannte Zeit im Kreise deiner Lieben verbringen konntest.

Bevor ich heute zum nächsten Rauhnächte Ritual komme, möchte ich dir sehr gerne ein paar alte Brauchtümer über die Rauhnächte weiter geben. Diese kannst du selbstverständlich mit aufnehmen. Ganz so, wie es für dich passt.

Orakelnächte

Wandern wir in der Tiefe der Nacht,
kommt, Visionen, erwacht.
Träume geboren aus eigener Macht,
wir weben die Welt heute Nacht. (Schwitzhüttenlied)

In den Rauhnächten dreht sich das Rad des Schicksals. Es wird gesagt, dass die Zeit der Rauhnächte eine wunderbare Zeit ist, um in die Zukunft zu blicken. So steht jede Rauhnacht für einen Monat im kommenden Jahr. Die erste Rauhnacht steht für den Januar, die zweite Rauhnacht für den Februar und so weiter.

So kannst du die Botschaften und Informationen, die du an den jeweiligen Tagen empfängst, auf den jeweiligen Monat im kommenden Jahr beziehen. Auch deine Träume können hinweise darauf geben, was beispielsweise im Januar geschehen wird.

Wunschritual

Ein Wunschritual, das mit diesem Brauchtum verbunden ist, ist das Wunschritual, dass ich dir bereits im Beitrag zu der Wintersonnenwende geteilt habe. Eine weitere Variante hiervon wäre folgende:

Die schreibst 12 Wünsche auf einen Zettel und ziehst jeden Tag einen dieser Zettel währende der Rauhnächte. Der Zettel, den du in der ersten Rauhnacht ziehst, ist dein Hauptthema im Januar. So ziehst du jeden Tag einen Zettel und bestimmst so, welches Hauptthema dich im jeweiligen Monat begleiten darf.

Eine weitere Variante kannst du mit Tarokarten machen. So könntest du beispielsweise in jeder Nacht eine Karte ziehen. Das Thema der Karte gibt Hinweise auf das Thema der jeweiligen Monate.

Das Rad des Lebens steht still

Ganz wie in der Natur stand das Leben zwischen den Jahren ebenfalls still. Die Arbeit durfte ruhen. Es durfte keine Wäsche gewaschen werden. Und vor allem durfte keine Wäsche aufgehängt werden, weil sich sonst die bösen Geister daran festgesetzt hätten. Es durfte weder geputzt werden noch aufgeräumt werden. Ich frage mich gerade wie es bei uns zu Hause wohl aussehen würde, wenn nach Weihnachten nicht aufgeräumt würde…

Vor den Rauhnächten war die Zeit, in der Ordnung geschaffen wurde. Die letzten Arbeiten wurden fertiggestellt, noch liegen gebliebenes wurde erledigt, Dinge abgeschlossen, die noch abgeschlossen werden konnten.

Räuchern und Reinigen

Das Räuchern ist eine der Brauchtümer die bis heute in einigen Regionen noch sehr lebendig ist. 2018 habe ich einen wundervollen Jahreskurs in Österreich bei Heidi Brunner besucht. Im Kreise wurde davon berichtet, dass es in Österreich noch sehr bekannt ist, zwischen den Jahren die Höfe und Ställe zu räuchern.

Geräuchert wird vor allem, um dunkle Energien oder böse Geister zu vertreiben, sowie das Haus und die Tiere vor dunklen Mächten zu schützen. Bei diesen Räucherritualen war oft die ganze Familie mit dabei. Der Familienälteste ging dabei mit dem Räucherwerk voran wären der Rest der Familie den Zug folgte. Eine Anleitung zum richtigen Räuchern, findest du in diesem Artikel vom mir.

Die zweite Rauhnacht – Dankbarkeit

Fürheute möchte ich eireine ganz besonders schöne Aufgabe ans Herz legen. Es ist eine Dankbarkeitsübung. Dankbarkeit ist einer der Schlüssel für ein erfülltes Leben. Denn nur all zu oft blicken wir lieber auf all die vermeintlich schlechten Dinge im Leben. Wir tendieren dazu, eher das negative wahrzunehmen als das, was bereits in unserem Leben ist.

Daher möchte ich dich heute dazu inspirieren, dir alle Dinge aufzuschreiben für die du in deinem Leben dankbar bist. Dafür kannst du wieder dein Rauhnächte Tagebuch zur Hand nehmen. Nimm dir auch diesmal wieder Zeit und die Muße und schreibe alle großen und noch so kleinen Dinge auf, für die du dankbar bist.

Ein ganz wichtiger Punkt bei dieser Übung ist dein Gefühl. Du kannst dir eine Liste machen, mit all den Dingen für die du dankbar bist, ohne es wirklich zu fühlen. Allerdings ist dein Gefühl der Schlüssel bei dieser Aufgabe. Fühle die tiefe Dankbarkeit. Hierfür möchte ich dir eine kleine Übung an die Hand geben, die du wann immer die magst, wiederholen kannst.

Dankbarkeitsmeditation

Nimm dir wie immer entsprechend Zeit für diese Meditation. Suche dir einen stillen Platz uns setze dich aufrecht hin oder lege dich in eine bequeme Stellung. (Diese Meditation kannst du aber auch gerne mal in einem Zug oder während einer längeren Busfahrt praktizieren)

Komme ganz bei dir an und verlangsame allmählich deinen Atem. Atme lange und langsam durch die Nase ein. Atme lange und langsam durch den Mund wieder aus. Konzentriere dich beim Atmen voll und ganz auf dein Herz. Spüre deinen Herzschlag. Vielleicht ist es dafür hilfreich, deine Hand auf dein Herz zu legen.

Wenn du vollkommen in deinem Herzen angekommen bist, denke an die Dinge, für die du dankbar bist. Spüre richtig hinein. Nimm diese Dankbarkeit tief in deinem Herzen auf und umarme sie mit deinem ganzen Sein. Verweile so lange, bis du für dich all die Dinge aufgezählt hast, für die du jetzt im Moment dankbar bist. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Du kannst für alles dankbar sein. Für kleine Dinge, für Menschen, für Tiere, einfach für alles, für das du Dankbarkeit empfindest.

Nach dieser Meditation nimmst du dir dein Büchlein zur Hand und schreibst alles noch einmal nieder. So hast du einen weiteren lichtvollen Schatz für dein kommendes Jahr geschaffen. Diese Übung ist ebenfalls sehr kraftvoll, wenn du einen richtig schlechten Tag erwischt hast. Probiere es unbedingt vor allem dann noch einmal aus. Die Kraft der Dankbarkeit ist für mich persönlich die wirkungsvollste Waffe gegen schlechte Laune und Tiefs.

Ich wünsche dir wieder viel Freude bei dieser Aufgabe und einen besinnlichen zweiten Weihnachtstag. Alles Liebe und bis morgen. Deine Melanie

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