Altes Wissen und Rituale

Die erste Rauhnacht – feiere dich

die erste Rauhnacht - feiere dich

In der Nacht vom 24.12 auf den 25.12. um exakt 0:00 Uhr ist es so weit. Die erste Rauhnacht beginnt. In den kommenden Tagen werde ich jeden Morgen um 8 Uhr für dich einen neuen Beitrag veröffentlichen. Diesen kannst du als Leitfaden und Inspiration für deine Rauhnächte verwenden.

Woher kommt der Name der Rauhnächte?

Es gibt verschiedene Angaben zu den Namen wobei nicht eindeutig gesagt werden kann, woher der Name nun tatsächlich stammt.

Das Wort „Rauh“ geht wohl auf das mittelhochdeutsche Wort „ruch“ zurück. Ruch wiederrum bedeutet soviel wie „haarig“, „wild“ oder „pelzig“. Früher, als das Vieh in der harten Winterzeit lebensnot wichtig war, wurden viele Rituale und Schutzzauber durchgeführt, die das Vieh schützen sollten. Außerdem wurden Maskenumzüge, die sogenannten Perchtenumzüge abgehalten, um böse Geister zu vertreiben. Dabei wurden unter anderem auch Felle verwendet.

Eine andere Deutung des Namens geht auf das mittelhochdeutsche „rouchnahten“ was soviel bedeutet wie „rauchen“ oder „räuchern“ zurück. Diese Deutung bezieht sich auf die vielen Räucherrituale, die auch heute noch in den Rauhnächten abgehalten werden.

In der christlichen Tradition nennt man die Rauhnächte auch „Glöckelnächte“ in den 12 Nächten zwischen den Jahren wurden die Kirchenglocken geläutet, um den bösen Teufel zu vertreiben.

Was passiert in den Rauhnächten?

„Während der Rauhnächte löst man sich aus seiner Körperlichkeit und verbindet sich mit seiner geistig-seelischen Natur. Man kehrt in sein geistiges Zuhause ein, um etwas über den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Lebensweg und seinen wahren Seelenauftrag zu erfahren: Warum bin ich hier? Welchen Sinn hat mein Leben? Was erwartet mich im nächsten Jahr? Wie kann ich meinen Seelenplan erkennen und verwirklichen? Auf diese und ähnliche Fragen kann man in einer Zeit, in der die Welt im Außen wenig Ablenkung zu bieten hat, Antwort finden.“ (Ruland, Jeanne. Das Geheimnis der Rauhnächte)

Dieser Abschnitt aus dem wunderbaren Buch von Jeanne Ruland bringt es auf den Punkt. Es ist eine ganz besondere Zeit in der die Tore zu der Anderswelt weit offen stehen. Dank der Dunkelheit sind all unsere anderen Sinnesorgane aktiver. Das macht es leichter die Nicht-Sehbare Welt in dieser Zeit ganz besonders wahrzunehmen.

Zeit der Geister und Dämonen

In der dunkelsten Jahreszeit hatten die Menschen vor allem Furcht vor schlechten Geistern und Dämonen. In alten Sagen wird oft davon berichtet, dass die „Wilde Jagd“ über das Land fuhr. Ein Geisterheer, angeführt wurde von Odin, dass Angst und Schrecken verbreitet.

In anderen Sage nach zog die Percht über das Land. Sie ist keine andere als die uns bekannte Frau Holle. Die Percht, Frau Holle oder auch Bertha genannt, war die Göttin der Unterwelt. Der Legende zufolge wird, die in den Rauhnächten von den Kinderseelen begleitet die im kommenden Jahr wieder geboren werden sollten. Für sie wurden früher kleine Opfergaben nach draußen gestellt. Wie im bekannten Märchen der Gebrüder Grimm bestrafte sie mit ihrem Heer die schlechten Menschen und belohnte die gutem und fleißigen Menschen.

In Österreich finden heute immer noch die sogenannten Pärchtenumzüge statt, bei denen die Menschen sich verkleiden. Traditionell gibt es schöne Perchten und Perchten mit ganz gruseligen Maske.

Die 1. Rauhnacht – Feiere dich

Der 25.12. ist der erste Weihnachtstag. Da wir in unserer Familie meist am 25.12. alle zusammen kommen, ist es für uns der Tag, an dem wir uns gegenseitig beschenken. Ein guter Zeitpunkt auf dein vergangenes Jahr zu schauen und es zu reflektieren. Schaue auf die Fülle, die in deinem Leben herrscht. Blicke mit Dankbarkeit auf das zurück, was du in diesem Jahr allen erreicht, erschaffen hast. Blicke auf alle schönen und besonderen Momente zurück. Und danke dir dafür.

Deine Rückschau auf 2019

ielleicht hattest du ein besonders wundervolles Jahr mit vielen positiven Erlebnissen. Vielleicht war es aber auch ein sehr bewegendes Jahr mit vielen Hochs und Tiefs. In der ersten Rauchnacht möchte ich dich dazu inspirieren auf dein Jahr 2019 zurückzuschauen. Vielleicht gab es schwere Erlebnisse, aus denen du jedoch sehr viel für dich lernen konntest. Vielleicht hast du endlich einen großen Traum verwirklichen können oder es sind besondere Menschen in dein Leben getreten.

Für die folgende Aufgabe, bitte ich dich dein Büchlein zur Hand zu nehmen und dir Zeit zu nehmen. Suche dir einen stillen Ort. Ich weiß, dass kann, an Weihnachten eine Herausforderung sein aber sei es dir wert, dir Zeit für dich zu nehmen. Setze dich nun hin und lasse das letzte Jahr vor deinen Augen vorüberziehen.

  • Was war richtig toll in diesem Jahr?
  • Welche Erlebnisse waren besonders lehrreich für mich?
  • Was habe ich in diesem Jahr so richtig richtig gut gemacht?
  • Welche Geschenke hat das Jahr 2019 für mich bereitgehalten?

Notiere dir nun alles in deinem Rauhnächte Tagebuch. Ich bin mir sicher, dass du mehrere Seiten füllen wirst. Schreibe all die positiven Erlebnisse auf, all dass was dich mit Freude erfüllt, wenn du daran zurückdenkst. Aber auch all die Ereignisse die dich im letzten Jahr besonders gestärkt haben. Oft erkennen wir ja erst Rückblickenden, dass eine ganz schwere Zeit ein riesen Geschenk für uns bereithält. Schreibe auch das auf.

Oft erinnere ich mich nur all zu gerne rückblickend an die Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Vielleicht geht es dir ja da auch so wie mir. Nun hast du nach dieser Übung jedoch all die tollen Momente in deinem Büchlein festgehalten und du kannst im kommenden Jahr immer wieder mal einen Blick drauf werfen, um dich daran zu erinnern wie viel Fülle in deinem Leben bereits jetzt schon herrscht.

Ich freue mich auf die nächste Rauhnacht mit dir. Alles Liebe und ein wunderschönes Weihnachtsfest für dich und deine Familie.

 

 

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